SPD kritisiert fehlende Durchmischung im geplanten Ludwigshöhviertel

Baudezernentin Barbara Boczek hat auf Nachfrage der SPD-Fraktion im  Ausschuss erklärt, dass aufgrund einer Verbilligungsrichtlinie  der Bundesanstalt für Immobilienmanagement alle geförderten Wohnungen des Ludwigshöhviertels prioritär auf dem Areal der Cambrai-Fritsch Kaserne gebaut würden. In der Jefferson-Siedlung sei, so Boczek weiter, derzeit aufgrund der Unterbringung der Geflüchteten keine Bebauung möglich.

Daraus ergibt sich unter Abschätzung der Flächenverhältnisse beider Gebiete eine Bebauung mit einer Quote von ca. 60 Prozent geförderter Wohnungen auf dem Gelände der ehemaligen Cambrai-Frisch Kaserne. Die Folge  ist, dass dann im südlichen, der Villenkolonie angrenzenden Teil, nur frei finanziert gebaut werden wird. „Durchmischung sieht anders aus. Man baut einen Teil für die wohlhabenden Menschen und einen für die weniger wohlhabenden, getrennt durch eine Straße“, stellt Oliver Lott, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion fest. „Das ist ungerecht und schafft soziale Probleme. Hier sehe ich klaren Nachbesserungsbedarf“, gibt Lott zu bedenken.

Fraglich ist für die Sozialdemokraten, warum die Bundestagsabgeordneten aus den Reihen der Darmstädter Koalitionsparteien, Astrid Mannes (CDU) und Daniela Wagner (Grüne), in dieser Angelegenheit nicht erfolgreich bei der  Bundesanstalt für Immobilienmagament intervenieren konnten. Lott: „Eine Kopplung der Frist für die Rückzahlungsverpflichtung für den Teil der Jefferson-Siedlung an den Auszug der Geflüchteten wäre eine denkbare Variante, von der alle etwas hätten.“

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