„Endlich partnerschaftlich durchstarten“ – Equal Pay Day 2017

Brigitte Zypries
Brigitte Zypries
Brigitte Zypries, MdB

16.03.2017 | In diesem Jahr ist bereits am 18. März Equal Pay Day, ein Tag früher als im letzten Jahr. Dieser "bewegliche Feiertag" erinnert an die nach wie vor ungleiche Entlohnung von Frauen und Männern. Der durchschnittliche Stundenlohn von Frauen lag 2016 mit 16,26 Euro um 21 Prozent niedriger als der Lohn der Männer. Rechnet man diesen Unterschied in Kalendertage um, ergibt das 77 Tage mehr Arbeit. Frauen müssten also bis zum 18. März 2017 arbeiten, um das Jahreseinkommen der Männer des Jahres 2016 zu verdienen. "Es ist zwar erfreulich, dass in diesem Jahr der Equal Pay Day ein Tag früher erreicht wird", erklärt die Bundestagsabgeordnete und Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD), "aber die Angleichung geschieht zu langsam." 2015 betrug laut Statistischem Bundesamt der Lohnunterschied noch 22 Prozent und der Equal Pay Day 2016 fand erst am 19. März statt.

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) hat ein Gesetz auf den Weg gebracht, das für mehr Transparenz bei der Entlohnung sorgen soll, um verdeckte Benachteiligungen von Frauen besser erkennen und beseitigen zu können. Das Gesetz sieht z. B. einen individuellen Auskunftsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber vor und schafft eine klare Rechtsgrundlage für das Gebot "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit".

"Lohngerechtigkeit steht ganz oben auf der Agenda, wenn es um Gleichberechtigung der Geschlechter geht", betont Zypries und ergänzt, "Frauen müssen in der Wirtschaft sichtbarer und auch die Rolle von Unternehmerinnen muss deutlicher hervorgehoben werden." Das Bundeswirtschaftsministerium strebt das mit der gerade gestarteten Social-Media-Aktion #StarkeFrauenStarkeWirtschaft an.

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