30.07.2010

Die Zukunft ist DA - Frischer Wind für Darmstadt: SPD stellt junge Kandidaten vor

Die jungen Kandidatinnen und Kandidaten der SPD zur Kommunalwahl 2011

Mit dem Motto „Die Zukunft ist DA – Frischer Wind für Darmstadt“ werden die jungen Kandidatinnen und Kandidaten der Darmstädter SPD in den Kommunalwahlkampf ziehen. „Wir wollen damit ein Signal setzen. Wir alle sind in Darmstadt verwurzelt und wir wissen, dass die SPD in unserer Stadt eine Zukunft hat. Wir stehen für den frischen Wind in der Kommunalpolitik und für neue Ideen“, so die 28jährige Promotionsstudentin der Mathematik Julia Plehnert (stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Mitte und ehemalige Juso-Vorsitzende).

Die jungen Kandidatinnen und Kandidaten wurden am Freitag (30.07.2010) vom Spitzenkandidaten der Darmstädter SPD Michael Siebel vorgestellt. „Ich habe noch nie eine solche Sehnsucht in meiner Partei nach Erneuerung und nach frischen Ideen verspürt. Es macht riesigen Spaß mit den Leuten zu arbeiten und zu sehen, wie sie sich entwickeln“, sagte Siebel. Insgesamt seien zehn unter 30jährige auf der Kommunalwahlliste, unter den aussichtsreichen Plätzen sei das Verhältnis noch besser. Unter den ersten 30 Plätzen seien 5 Junge. Unter ihnen der Ortsvereinsvorsitzende des Stadtteils Wixhausen, Moritz Röder (28 Jahre), der Kandidat des Stadtteils Waldkolonie und West Moritz Hoffmann (24 Jahre)  Julia Plehnert für den Innenstadtbereich,  Yasemin Aslan (25 Jahre), die für die Migrantinnen und Migranten in Darmstadt steht, der Juso-Vorsitzende Tobias Reis (26 Jahre) und der amtierende Landesschulsprecher Tim Huß, gerade 18 Jahre alt geworden.
„Wir werben mit unserer Person, aber auch mit dem Programm unserer Partei. Einer unserer Schwerpunkte wird die Schaffung von Räumen für  Kinder und Jugendliche sein. Wir wollen die Jugendkultur erhalten, Skate- und BMX- Anlagen entwickeln und ein neues Raumkonzept für die Stadt. Aber für Jugendliche ist auch deren Mobilität und die Ausbildungssituation wichtig. Und schließlich wollen wir ein Programm „junges Wohnen“ für unsere Stadt“, sagte der Juso- Vorsitzende Tobias Reis.

Zu dem Wahlkampf der Gruppe „Die Zukunft ist DA“ gehört auch ein Mentoringprogramm unter der Leitung von Michael Siebel. „Die jungen Leute bekommen einen Mentoren oder eine Mentorin zur Seite gestellt. Ich bin stolz darauf, schon jetzt den ehemaligen Kanzler der TU Darmstadt Hanns Seidler, den Präsidenten der 98er Hans Kessler und den ehemaligen Präsidenten der TU Darmstadt Jan Wörner als Mentoren gewonnen zu haben. Die Jungen wünschen sich gerade solche Mentoren, die nicht einen zu engen Parteiblick haben, sondern die in der Stadtgesellschaft verankert sind“, so Siebel.

Weiterhin werden die Jungen im Wahlkampf ein persönliches politisches Projekt vertreten und voranbringen. Moritz Röder will beispielsweise einen Zukunftsplan für die Kinderbetreuung in Wixhausen entwickeln. „Als SPD-Vorsitzender in Wixhausen und Mitglied des Kindergartenausschusses sehe ich den großen Bedarf an Hortplätzen für Grundschulkinder und für einen Ausbau der Kleinkindbetreuung in meinem Stadtteil. Wir brauchen einen konkreten Entwicklungsplan für die Kindertagesstätten, die Grundschule und die Betreuungseinrichtungen. In enger Absprache mit den Beteiligten will ich einen solchen Plan für die Zukunft Wixhausens entwickeln und in den nächsten Jahren umsetzen. Eine qualifizierte Betreuung von Kleinkindern ist der Schlüssel für viele Probleme unserer Gesellschaft. Mangelnde Integration, die aufklappende Schere zwischen Arm und Reich, ungleiche Bildungschancen und die berufliche Benachteiligung von Frauen - allen diesen Problemstellungen kann mit einer guten Betreuung entgegengewirkt werden. Deswegen will ich die Verbesserung des Bestreuungsangebots in Wixhausen zu meinem persönlichen politischen Projekt machen", erklärt Moritz Röder.

Yasemin Aslan hat sich das Ziel gesetzt, Darmstadt zur fahrradfreundlichsten Stadt Hessens zu machen. In Orientierung an die Fahrradstadt Münster möchte sie z.B. das Radwegenetz ausbauen und Fahrradstraßen einrichten. „Aus meinen Erfahrungen weiß ich, dass das Fahrrad drei gesellschaftliche Gruppen sehr mobil macht: Menschen ohne Auto, Jugendliche und Studentinnen und Studenten. Diese Gruppen sind mir als junge Frau in der SPD auch wichtig. Das Stadtbild muss fahrradfreundlich werden“, so Aslan.

Der Landesschulsprecher Tim Huß will sich um die Bildung kümmern. „Ich erfahre tagtäglich von den Schülerinnen und Schülern in ganz Hessen, wo der Schuh drückt. Es ist für mich eine besondere Herausforderung, Bildungspolitik kommunal zu denken. Deshalb will ich mit meinem persönlichen politischen Projekt die Behindertenrechtskonvention im schulischen Bereich umsetzen. Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam im Unterricht lernen“, so Huß.

Dass die Platzierung auf der Liste keine Rolle für die Motivation im Wahlkampf spielt, zeigen Jutta Prochaska und Torsten Friedrich. „Wenn wir Jungen als eine Gruppe stehen, dann strahlt das auf den Wahlkampf der gesamten SPD aus. Ich möchte das studentische Wohnen in Bessungen verbessern. Da gibt es wirklich viel zu tun. Und jede Stimme zählt“, sagt der Juso- Mann aus Bessungen. Jutta Prochaska will Darmstadt insbesondere für Kinder erlebbar machen. „Die bespielbare Stadt ist mein Leitbild.“

Die jungen KandidatInnen unter 30 Jahren sind auf folgenden Plätzen der Wahlliste zu finden:

Listenplatz 7:      Moritz Röder
Listenplatz 13:    Moritz Hoffmann
Listenplatz 16:    Julia Plehnert
Listenplatz 19:    Yasemin Aslan
Listenplatz 20:    Tim Huß
Listenplatz 35:    Tobias Reis
Listenplatz 37:    Torsten Friedrich
Listenplatz 38:    Judith Bellmann
Listenplatz 40:    Jutta Prochaska
Listenplatz 46:    Samantha Härter
Listenplatz 55:    Daniele Martella
Listenplatz 56:    Erik Richard Matthes
Listenplatz 66:    Udo Springfeld

Mit Begeisterung begleitet der neu gewählte Unterbezirksvorsitzende Hanno Benz die Initiative der jungen Kandidatinnen und Kandidaten: „Der Wahlkampf dieser Gruppe wird sich in den Gesamtwahlkampf einfügen, aber eine eigene Sichtbarkeit bekommen. Die SPD wird stark auftreten.“



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