27.08.2010
„Wir wollen mit Kraft und Power die Betreuungsangebote für Kinder in Darmstadt weiterentwickeln. Darmstadt zur familienfreundlichen Stadt zu machen, ist für uns so wichtig, weil es die Voraussetzung für die Gestaltung der Stadt ist. Deshalb wollen wir jetzt einen großen Wurf, der in diese Zukunft weist“, erklären der Spitzenkandidat der SPD Darmstadt zur Kommunalwahl und familienpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Darmstadt Michael Siebel und der Partei- und Fraktionsvorsitzende Hanno Benz. Schon jetzt sei Darmstadt mit einem Betreuungsangebot von 24 Prozent im U3-Bereich gut dabei. „Wir wollen mit Blick auf die nächste Wahlperiode aber schon heute die Pflöcke einrammen, um bis zum Ende der kommenden Wahlperiode einen Versorgungsgrad von 40 Prozent zu erreichen, der dann bedarfsgerecht ist.“
Konkret heißt dies, dass in Arheilgen im Kreuzkirchenviertel eine neue Kita gebaut werden soll. Weiterhin strebt die SPD an, in Wixhausen neue U3-Plätze in dem Gebäude der ehemaligen alten Schule Ostendstraße zu schaffen. Schließlich soll so schnell wie möglich der Bau einer U3-Betreuung in der Heimstättensiedlung realisiert werden.
„Aber der große Wurf ist ein neues Familienzentrum als Kinderbetreuungseinrichtung in der Lincoln-Siedlung. Dort steht eine sofort nutzbare Einrichtung der Amerikaner, in der 170 neue Plätze geschaffen werden können. Dies ist ein großer Wurf und das wird uns deutlich voranbringen“, erklären Benz und Siebel. Somit umfasst der SPD- Vorschlag zusammen mit diesen großen Einrichtungen mindestens 300 Plätze.
Dieser Blick nach vorne baut auf dem Fundament der Arbeit der letzten Jahre auf. „Die familienfreundliche Stadt und die Kinderbetreuung waren und sind unser Schwerpunkt. Wir haben diesen Bereich immer aus Haushaltsrestriktionen herausgenommen. Unsere ehrgeizigen Ziele wurden erreicht. Wir haben nicht nur Masse, sondern auch Klasse geschaffen“, sagen Benz und Siebel mit Blick auf die Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung im Bereich der Kinderbetreuung.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt inzwischen Betreuungsangebote für Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit rund 4.300 Plätzen auf einem Versorgungsgrad von knapp 95 Prozent sicher. Bei den Hortkindern gibt es ein Angebot von 1.800 Plätzen, weitere Plätze wurden durch Ausbau der Betreuungsangebote für schulpflichtige Kinder an den Grundschulen geschaffen.
In den letzten vier Jahren konnte die Stadt Darmstadt das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren um mehr als das Doppelte erhöhen. Die Anzahl der Plätze und Krippen ist von 389 auf 713 Plätze bis 2009 gestiegen. Die Quote des Gesetzgebers von 35 Prozent Versorgung bis zum Jahr 2013 werde die Stadt erfüllen. Dabei müsse man mit ansteigenden Kosten bis 2013 auf zusätzlich 3,8 Mio. Euro ausgehen. Durch die Förderung von Tagespflegeplätzen konnten ca. 300 Plätze bei 96 Tageseltern geschaffen werden.
In diesem Jahr sind im Ergebnishaushalt der Stadt rund 38,5 Mio. Euro für Betreuungsangebote eingeplant, die an städtische, kirchliche oder freie Träger fließen. Planungssicherheit wurde vor allem auch für Freie Träger durch eine vertragliche Absicherung geschaffen.
Mit Blick auf die zukünftige Finanzierung sagte der SPD-Spitzenkandidat Michael Siebel, dass für die Realisierung der von ihm zitierten Einrichtungen 800.000 Euro noch im Investitionsplan zur Verfügung stehen würden und die Stadt eine größere, außerhalb des Haushalts liegende Zuwendung erhalten habe. Mit den noch zu mobilisierenden Landesmitteln seien dies 2,5 Mio. Euro die ausreichend seien, um die Kita in der Lincoln-Siedlung und einen weiteren Neubau sowie die Planung der Kitas in Angriff zu nehmen.